Einsatz: Rosenmontagsumzug 2014 in Seligenstadt

Seligenstadt, 05.03.2014:

Bilanz vom Rosenmontagsumzug
Von Platzwunden bis Alkoholvergiftung


Der Rosenmontagszug hat in Seligenstadt seine Spuren hinterlassen: Glasscherben, zerdrückte Plastikbecher, klebrige Flüssigkeiten, Papierfetzen, Konfetti.

Organisatoren und Helfer, die für Sicherheit und Ordnung rund um die Großveranstaltung zuständig waren, haben sich gestern zu einem Resümee im Rathaus getroffen. Etwa 300 Personen waren im Einsatz, damit die Teilnehmer und die geschätzten 40.000 Besucher den diesjährigen Rosenmontagszug unbesorgt feiern konnten. Die Rettungs- und Hilfsorga- nisationen DLRG, DRK, Feuerwehr und THW stellten davon gut die Hälfte. Polizei, Ordnungspolizei und die Ordner des Heimatbundes waren ebenfalls mit zirka 150 Beamten und Mitarbeitern im Einsatz, berichtet Erste Stadträtin Claudia Bicherl. Viele der Helfer sind ehrenamtlich von 11 bis 20 Uhr und länger auf den Beinen.

In der Tiefgarage des Rathauses war erneut die zentrale Notfallambulanz eingerichtet. Dort versorgte unter Leitung eines Arztes der Asklepios-Klinik ein bewährtes Team die Patienten. Insgesamt wurden 34 Menschen behandelt - genauso viele wie im vergangenen Jahr. Die Notfälle reichten von Schnitt- und Platzwunden bis hin zu akuten Alkoholvergiftungen. 24 Patienten konnten im Laufe des Nachmittags wieder entlassen werden, zehn wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in die Asklepios-Klinik eingeliefert.

In der Klinik selbst fanden sich im Laufe des Tages fünf weitere Besucher des Umzuges ein, weil sie medizinische Hilfe benötigten. Eine Patientin musste über Nacht bleiben. Das Suchthilfezentrum Wildhof war mit drei Sozialarbeitern vor Ort, um mit alkoholisierten Jugendlichen Aufklärungsgespräche zu führen.

Am gesamten Zugweg waren Helfer der Rettungsdienste verteilt, die kleinere Blessuren direkt vor Ort versorgten. Darüber hinaus rückten die Notärzte zu vier weiteren Einsätzen im Stadtgebiet aus. Die Polizei vermeldete entlang des Zugwegs 33 Einsätze wegen zumeist kleinerer Rangeleien. Die Ordnungshüter nahmen acht Personen in Gewahrsam und sprachen 22 Platzverweise aus. Bislang wurden acht Sachbeschädigungen angezeigt.

Am Marktplatz gingen eine Schaufensterscheibe und eine Glastüre zu Bruch. Einige Unvernünftige zündeten Feuerwerkskörper, was von der Polizei sofort unterbunden wurde. Sechs Kinder, die von ihren Eltern vermisst wurden, übergaben Polizei und Feuerwehr wieder in die Obhut ihrer Familien.

Das Glasverbot hat sich nach Angaben der Ersten Stadträtin bewährt. Die Zahl der nach Ende der Veranstaltung eingesammelten Glasflaschen und Scherben sei nach Einschätzung des Bauhofes weiter rückläufig. Bereits an den Einlassstellen gab es entsprechende Kontrollen. Viele Besucher hatten auf das Glasverbot reagiert und ihre Getränke in Plastikflaschen umgefüllt.

Ein paar Impressionen dieser Veranstaltung:
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